Die Technik
Diodenlaser in Wien: Haarentfernung mit drei Wellenlängen
Im Studio Sünnhof in Wien-Neubau arbeiten wir mit einem Diodenlaser, der drei Wellenlängen kombiniert: 755, 808 und 1064 Nanometer. Hier steht, was das für die Behandlung bedeutet, wie er sich von Alexandrit-, Nd:YAG- und IPL-Geräten unterscheidet und wie eine Sitzung abläuft.
Warum drei Wellenlängen
Jede Wellenlänge dringt unterschiedlich tief in die Haut ein. Erst die Kombination erreicht sowohl feine, oberflächliche als auch kräftige, tief sitzende Haarwurzeln. Deshalb ist der Laser für nahezu jeden Haut- und Haartyp geeignet. Vor der ersten Behandlung klären wir Hauttyp, Medikamente und Vorerkrankungen im persönlichen Gespräch ab und stellen das Gerät darauf ein.
Welche Wellenlänge wofür
Alle drei Wellenlängen zielen auf das Pigment in der Haarwurzel. Sie unterscheiden sich darin, wie tief sie eindringen und wie stark die Haut selbst sie aufnimmt:
- 755 Nanometer, die Wellenlänge des Alexandritlasers: wird vom Pigment besonders stark aufgenommen und wirkt gut bei feinen und helleren Haaren auf heller Haut.
- 808 Nanometer, die klassische Wellenlänge des Diodenlasers: dringt tiefer ein und passt für die meisten Haut- und Haartypen.
- 1064 Nanometer, die Wellenlänge des Nd:YAG-Lasers: erreicht tief sitzende, kräftige Haarwurzeln und wird vom Pigment der Haut am wenigsten aufgenommen, deshalb schonender bei dunklerer Haut.
Diodenlaser, Alexandrit, Nd:YAG und IPL im Vergleich
- Alexandritlaser (755 nm): sehr wirksam bei heller Haut und feinen Haaren, bei dunklerer oder gebräunter Haut nur eingeschränkt einsetzbar.
- Nd:YAG-Laser (1064 nm): geht am tiefsten und schont dunkle Haut, wirkt bei feinen und hellen Haaren dafür schwächer.
- Diodenlaser mit einer Wellenlänge (808 nm): der verbreitete Mittelweg für die meisten Haut- und Haartypen.
- Diodenlaser mit drei Wellenlängen, wie bei uns: verbindet die drei Bereiche und lässt sich dadurch auf mehr Haut- und Haartypen einstellen.
- IPL: kein Laser, sondern eine Blitzlampe, mehr dazu im nächsten Abschnitt.
Diodenlaser oder IPL
IPL ist kein Laser, sondern eine Blitzlampe mit breitem, ungebündeltem Lichtspektrum, von dem nur ein Teil das Pigment der Haarwurzel erreicht. IPL-Geräte für zu Hause sind aus Sicherheitsgründen zusätzlich stark gedrosselt, damit lassen sich Haare meist nur vorübergehend ausbremsen, nicht dauerhaft entfernen. Im Studio kommen die Beratung vorab, die Einstellung auf Ihren Hauttyp und der gekühlte Saphirkopf dazu. Deshalb führt die Serie im Studio in aller Regel schneller und dauerhaft zum Ziel als viele Sitzungen mit dem Heimgerät.
Kühlung und Gleitmodus
Der Saphirkopf des Handstücks kühlt die Haut auf etwa fünf Grad, während der Impuls abgegeben wird. Die Behandlung fühlt sich warm an, nicht stechend. Im Gleitmodus wird die Fläche in mehreren Bahnen abgefahren, statt Punkt für Punkt zu schießen, das ist schneller und gleichmäßiger.
So läuft eine Sitzung ab
- Beratung: Vor der ersten Behandlung sehen wir uns Haut und Haar an, klären Vorerkrankungen und Medikamente und legen die Zonen fest, dann geht es gleich los.
- Vorbereitung: Die Zone ist am Vortag oder am Behandlungstag glatt rasiert, ohne Bodylotion, Deo oder Parfum.
- Behandlung: Schutzbrille auf, Gel auf die Haut, dann fährt das gekühlte Handstück in Bahnen über die Zone. Je nach Fläche zehn Minuten bis gut eine Stunde.
- Nachsorge: Zwei bis drei Stunden nicht duschen, kein Deo und kein Parfum, ein bis zwei Wochen kein Solarium und kein Sonnenbad. Der nächste Termin folgt nach vier bis sechs Wochen.
Was der Laser nicht kann
Der Laser reagiert auf das Pigment im Haar, bei weißen und grauen Haaren wirkt er kaum. Nicht möglich ist die Behandlung bei Schwangerschaft, frischer Bräune, akuten Hautinfektionen im Behandlungsgebiet, bestimmten lichtsensibilisierenden Medikamenten und über Tätowierungen. Sprechen Sie uns vorher an, dann klären wir das gemeinsam ab.
Einzelne Zonen kosten ab 39 Euro, der Ganzkörper ab 149 Euro pro Behandlung. Alle Beträge auf der Preisliste, was eine ganze Serie kostet, rechnet die Seite Kosten vor.
Häufige Fragen zum Diodenlaser
Was ist der Unterschied zwischen Diodenlaser und IPL?
IPL ist kein Laser, sondern eine Blitzlampe: Sie verteilt ihre Energie ungebündelt über ein breites Lichtspektrum, nur ein Teil davon erreicht das Pigment in der Haarwurzel. Der Diodenlaser bündelt die Energie gezielt in den Wellenlängen, die bis zur Wurzel vordringen, bei uns 755, 808 und 1064 Nanometer, abgestimmt auf Haut- und Haartyp.
Ist die Haarentfernung mit dem Diodenlaser dauerhaft?
Ja. Zerstörte Haarfollikel wachsen nicht nach, nach sechs bis zehn Sitzungen ist der Großteil der Haare dauerhaft entfernt. Hormonelle Veränderungen können später einzelne neue Haare bringen, dafür genügt meist eine Auffrischung ein bis zwei Mal im Jahr.
Funktioniert der Diodenlaser bei hellen oder grauen Haaren?
Der Laser reagiert auf das Pigment im Haar. Am besten arbeitet er bei dunkelblondem, braunem und schwarzem Haar, aber auch helleres Haar spricht oft gut an: Eine der drei Wellenlängen wirkt gut bei feinen und helleren Haaren. Kaum wirksam ist er nur bei weißen und grauen Haaren, denn ihnen fehlt dieses Pigment. Im Beratungsgespräch sagen wir ehrlich, was zu erwarten ist.
Eignet sich der Diodenlaser auch für dunkle Haut?
Ja. Die Wellenlänge 1064 Nanometer wird vom Pigment der Haut am wenigsten aufgenommen und erreicht trotzdem die Haarwurzel, deshalb lässt sich der Laser auch bei dunklerer Haut einsetzen. Frisch gebräunte Haut behandeln wir dagegen nicht. Wie das Gerät für Ihre Haut eingestellt wird, klären wir in der kostenlosen Beratung.
Tut die Behandlung mit dem Diodenlaser weh?
Die meisten beschreiben ein warmes Prickeln. Der Kopf des Handstücks kühlt die Haut, während der Impuls abgegeben wird, deshalb entfällt der stechende Schmerz, den viele von der IPL oder vom Waxing kennen. Empfindliche Zonen wie Oberlippe oder Intimbereich spürt man deutlicher.
Kann ich auch im Sommer lasern?
Ja, solange die Haut nicht frisch gebräunt ist. Mindestens eine Woche vor der Sitzung kein Solarium und kein Sonnenbad, danach ein bis zwei Wochen ebenfalls nicht, sonst drohen Pigmentverschiebungen. Zwischen den Terminen Sonnenschutz verwenden.
Wie lange dauert eine Sitzung?
Je nach Fläche zwischen zehn Minuten und gut einer Stunde. Kleine Zonen wie Oberlippe oder Achseln gehen schnell, der Ganzkörper braucht am längsten. Ihr Termin ist ein fix reserviertes Zeitfenster.
Wie viele Sitzungen braucht es?
In der Regel sechs bis zehn Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen. Der Laser erreicht nur Haare in der Wachstumsphase, und darin befindet sich immer nur ein Teil der Haare.
Welche Nachteile oder Risiken hat die Behandlung?
Direkt nach der Behandlung kann die Haut gerötet oder leicht geschwollen sein, das klingt meist binnen Stunden ab. Vor und nach der Sitzung müssen Sie Sonne und Solarium meiden, sonst drohen Pigmentverschiebungen. Entscheidend ist die richtige Einstellung auf Ihren Hauttyp, genau dafür ist die kostenlose Beratung vor der ersten Behandlung da.